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Bildungssystem

Das österreichische Bildungssystem umfasst folgende Bildungsstufen:

  • Kindergarten
  • Primarstufe
  • Sekundarstufe I
  • Sekundarstufe II
  • Postsekundär- und Tertiärstufe
  • Weiterbildung - Lebenslanges Lernen

In Österreich können Kinder bereits ab dem vollendeten dritten Lebensjahr freiwillig einen Kindergarten besuchen. Mit der Erreichung des fünften Lebensjahres ist der Besuch verpflichtend (halbtags). Der Kindergarten zählt jedoch nicht zum Schulsystem.

Pflichtschulzeit

Die allgemeine Schulpflicht beginnt in Österreich mit dem sechsten Lebensjahr und dauert neun Jahre. Ein Kindergarten- bzw. Schuljahr umfasst zehn Monate (September bis Juni). Es besteht die Wahl zwischen privaten und staatlichen Schulen, wobei für die staatlichen Schulen keine Schulgebühren anfallen.

Die Primarstufe beginnt mit der Schulpflicht im Alter von sechs Jahren und umfasst in der Regel vier Jahre gemeinsamen Schulbesuchs aller Kinder in der Volksschule. Danach (etwa im Alter von 10 Jahren) schließt die Sekundarbildung an.  

Bereits in der vier Jahre (bis etwa zum 14. Lebensjahr) dauernden Sekundarstufe I werden – je nach Interessen und Fähigkeiten - unterschiedliche Schultypen angeboten: die Hauptschule (HS) und die Unterstufe einer allgemein bildenden höheren Schule (AHS). Seit dem Schuljahr 2008/2009 gibt es auf der Sekundarstufe I auch die Neue Mittelschule (NMS). Es handelt sich dabei um eine gemeinsame Schule der 10- bis 14-Jährigen.  

Allgemeinbildung, Berufsvorbildung, Berufsausbildung in der Oberstufe

Während die Hauptaufgabe der Sekundarstufe I (ebenso wie die der Primarstufe) die Vermittlung von Allgemeinbildung ist, erfolgt in der Sekundarstufe II auch hier eine Differenzierung: Die Oberstufe der AHS dient der Vermittlung einer vertieften Allgemeinbildung, Hauptaufgabe der berufsbildenden Schulen (Berufsschulen, Berufsbildende mittlere und höhere Schulen) ist aber bereits eine fachspezifische Berufsausbildung oder Berufsvorbildung. Die einjährige Polytechnische Schule ist zwar auch den allgemein bildenden Schulen zuzuordnen, dient aber in besonderer Weise der Berufswahlvorbereitung und bildet in dieser Hinsicht mit der nachfolgenden Berufsschule eine Einheit. Je nach gewähltem Ausbildungsgang dauert es drei bis fünf Jahre, um in der Sekundarstufe II einen Abschluss zu erhalten.

Studienberechtigung und akademische Ausbildung

Voraussetzung für den Eintritt in die Postsekundär- und Tertiärstufe ist das Vorliegen einer Studienberechtigung. Durch Ablegung einer Reifeprüfung bei Abschluss einer höheren Schule (AHS oder BHS) wird diese erworben. Besonderes Kennzeichen des österreichischen Schulsystems ist aber neben seiner starken Differenzierung (dem Angebot vieler verschiedener Ausbildungsmöglichkeiten) auch seine Durchlässigkeit. Das heißt, es gibt keine Bildungssackgassen: Im Prinzip kann man, egal welche Ausbildung man im Sekundarbereich wählt, später auch in den postsekundären (dazu zählen Akademien und Kollegs) und tertiären Bereich (dazu zählen Fachhochschulen und Universitäten) gelangen. So kann zum Beispiel die Reifeprüfung höherer Schulen als Studienvoraussetzung für Kollegs, Akademien, Fachhochschulstudiengänge und Universitäten durch Berufsreifeprüfung, Studienberechtigungsprüfung oder spezielle Einstiegsmodule für FachschulabsolventInnen bzw. BerufspraktikerInnen mit Lehrabschluss ersetzt werden.

Berufliche Weiterbildung

Hat man eine berufliche Erstausbildung auf der oberen Sekundar-, der Postsekundär- oder Tertiärstufe abgeschlossen und beginnt danach eine weitere Bildungsphase, spricht man in der Regel von beruflicher Weiterbildung. Die österreichische Weiterbildungslandschaft zeichnet sich durch eine große institutionelle Vielfalt (Schulen und Hochschulen, Bildungseinrichtungen der Sozialpartner, gemeinnützige Einrichtungen, private Anbieter, etc.) und damit einhergehend durch ein sehr breites Angebot aus.

Hinweis

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Kategorie Bildung

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