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Informationen für LehrerInnen

Die Anforderungen der Berufswelt werden immer vielfältiger und komplexer und der Übergang von der Schule in den Beruf ist für viele Jugendliche zu einer echten Herausforderung geworden. Letztlich müssen Jugendliche natürlich eigene Entscheidungen treffen und dafür auch die Verantwortung übernehmen - dies ist ein wichtiger Schritt ins Erwachsenenleben. Aber alle Jugendlichen sollen dabei bestmöglich unterstützt werden.

Berufsorientierung als Prozess

Mit dem Schuljahr 1998/99 wurde daher an Hauptschulen, an der Unterstufe der allgemeinbildenden höheren Schulen, an Allgemeinen Sonderschulen und an Polytechnischen Schulen die "Berufsorientierung" eingeführt. 

Berufsorientierung ist ein Prozess, der immer wieder im Leben stattfinden kann. Bei diesem Prozess können folgende Schritte durchlaufen werden:

  1. Interessen, Wünsche und Neigungen erkennen
  2. Berufserwartungen abklären
  3. Fähigkeiten (Stärken und Begabungen) erkennen
  4. Berufserkundungen durchführen
  5. Berufsziel feststellen
  6. Alternativen aufzeigen
  7. Konsequenzen einschätzen und Entscheidungen treffen

Lehrerinnen und Lehrer tragen große Verantwortung

Im Rahmen des Berufsorientierungsunterrichts sind Lehrerinnen und Lehrer oft die ersten AnsprechpartnerInnen für ihre SchülerInnen. Sie tragen daher eine große Verantwortung. Besonders wichtig ist die Einbindung der Eltern der Jugendlichen, denn die Eltern haben erfahrungsgemäß den größten Einfluss auf ihre Kinder. Dabei geht es auch darum, den Eltern Wissen über die aktuellen Bedingungen auf dem Arbeitsmarkt, Bewerbungsstrategien und Ausbildungsmöglichkeiten zu vermitteln. Denn nur wenn die Eltern selbst gut Bescheid wissen, können sie ihre Kinder gut unterstützen und ihnen Sicherheit geben.

Ausbau der individuellen Berufs(bildungs)orientierung

Im Jahr 2005 wurde im Schulunterrichtsgesetz (SchUG) die Regelung der individuellen Berufs(bildungs)orientierung verankert. Seither dürfen SchülerInnen der 4. Klassen Hauptschule, Neue Mittelschule und AHS-Unterstufe, der Polytechnischen Schule sowie der 8. und 9. Klasse der Sonderschule während der Schulzeit an bis zu fünf Tagen im Schuljahr dem Unterricht fernbleiben, um berufspraktische Tage ("Berufsschnuppern") zu absolvieren. Voraussetzung ist die Zustimmung des Klassenvorstands.

Mit 1. September 2016 wurde diese Möglichkeit erweitert und auf SchülerInnen ab der 8. Schulstufe ausgedehnt. Damit ist die individuelle Berufsorientierung nun auch für SchülerInnen an Allgemeinbildenden Höheren Schulen (AHS-Oberstufen) und Berufsbildenden Mittleren und Höheren Schulen (BMHS) gesetzlich im SchUG § 13b verankert.
>> § 13b SchUG

Schulabbruch vermeiden

Eine aktuelle Publikation des BMUKK verfolgt einen präventiven Ansatz zur Reduzierung von Schulabbrüchen. Schulen sollen stärker für das Thema sensibilisiert und miteinander vernetzt werden.
Dies entspricht dem EU-Ziel 2020, die SchulabbrecherInnenquote auf unter 10 % senken.
 „… damit niemand rausfällt!“ - Grundlagen, Methoden und Werkzeuge für Schulen zur Verhinderung von frühzeitigem (Aus-)Bildungsabbruch.

Flüchtlingskinder und -jugendliche an österreichischen Schulen

Eine Broschüre des Bundesministeriums für Bildung und Frauen informiert Schulen und Lehrer/innen über die schulische Integration von Flüchtlingskindern und -jugendlichen, einschließlich der rechtlichen Situation, Zahlen, soziale Leistungen usw. 
Link zur Broschüre

Tipp

Das österreichische Schulportal www.schule.at bietet umfangreiche Informationen für Lehrer und Lehrerinnen.

Die Webseite Jugendwegweiser wurde im Rahmen des ESF SP 2 "Schnittstelle Bildung - Arbeitsmarkt" entwickelt. Mit Unterstützung von:
Arbeitsmarktservice Steiermark AK Steiermark Das Land Steiermark (Gesellschaft und Gernerationen) Bundessozialamt