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BO-Unterricht gestalten

Die Berufsorientierung in der Schule soll die Jugendlichen entscheidungs- und handlungskompetent in Bezug auf ihre Berufs- und Lebensplanung werden lassen. LehrerInnen  sollen ihre SchülerInnen über die Selbst-, Sach-, Methoden- und Sozialkompetenz zu dieser Entscheidungsfähigkeit hin begleiten. Die Berufsorientierung fordert von den LehrerInnen daher immer mehr - neben ihrer Rolle als WissensvermittlerInnen - auch die Rolle einer Entwicklungsbegleiterin bzw. eines Entwicklungsbegleiters einzunehmen.

Da es für Jugendliche offenbar immer schwieriger wird, den Übergang von der Schule in den Beruf problemlos zu meistern, sind nicht nur die Eltern gefordert, sondern alle, die hier eine gewisse Verantwortung tragen - nämlich Schule, Wirtschaft und Gesellschaft.

Auch das Organisieren von Bildungs- und Berufsorientierungsmessen kann eine mögliche Unterstützung darstellen. Wenn Sie als Schule eine BBO-Messe organisieren, informieren Sie sich über die Förderungsvoraussetzungen.

Geschlechtssensible Berufsorientierung

Geschlechtssensible Berufsorientierung zielt auf eine Erweiterung der Handlungsspielräume von Mädchen und Burschen in Hinblick auf das Berufswahlspektrum - auch abseits der traditionellen Geschlechterrollen.

Tipps zur Umsetzung eines geschlechterreflektierten BO-Unterrichts:

  1. Achten Sie auf die sprachliche Gestaltung Ihres Unterrichts. Denn Sprache schafft Wirklichkeit. Nennen Sie daher immer die weibliche und die männliche Form, zB. KFZ-Technikerin und KFZ-Techniker.
  2. Teilweise geschlechtshomogene Gruppen. Mädchen und Burschen haben aufgrund ihrer Sozialisation unterschiedliche Zugänge zu Naturwissenschaft und Technik. Daher macht es Sinn, den Unterricht teilweise in Mädchen- und Burschengruppen zu teilen.
  3. Nutzen Sie Angebote von außerschulischen Projekten, Initiativen und Vereinen. Bieten Sie Ihren SchülerInnen die Möglichkeit, ein möglichst breites Spektrum an unterschiedlichen Berufsbildern kennen zu lernen und zu erleben.
  4. Vorbilder - Realbegegnungen. Laden Sie Männer und Frauen in den Unterricht ein, die in "nicht-traditionellen" Berufen erfolgreich tätig sind und aus der Praxis erzählen können. Achten Sie bei Betriebsbesichtigungen darauf, dass Ihren SchülerInnen positive - nicht-stereotype - Ansprechpersonen zur Verfügung stehen.
  5. Elternarbeit. Die Einbeziehung der Eltern in den (schulischen) Prozess der Berufsorientierung ist von großer Wichtigkeit.